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Barrierefreier Wohnraum bei Pflege von Inkontinenzpatienen

Wenn Sie Personen zuhause pflegen, ist es ratsam, das Wohnumfeld so zu gestalten, dass eine ungehinderte Bewegung möglich ist. Ganz gleich, ob es sich um eine Person mit Inkontinenz oder mit eingeschränkter Mobilität handelt – ein paar Maßnahmen erleichtern die Pflege.

Anpassungen rund ums Schlafzimmer

Bei immobilen Personen sollte das Bett frei stehen, damit es von allen Seiten möglichst einfach zu erreichen ist. Für mehr Komfort sowohl für Patient als auch Pflegeperson bietet sich ein erhöhtes Bett an. Das erleichtert sowohl den Zugang zu der Person als auch zu dem Bett. Es ist empfehlenswert, alle Möbel im Raum so anzuordnen, dass sich der Pflegebedürftige beim Aufstehen und Laufen nicht verletzt. Das gilt auch für den Rest der Wohnung oder des Hauses – insbesondere für den Weg zur Toilette und ins Badezimmer.

Umbau am Gebäude

Änderungen am Gebäude sind meist erforderlich, wenn die betroffene Person zwar mobil, aber in ihrer Mobilität eingeschränkt ist. Ist der Patient auf Gehhilfen oder einen Rollstuhl angewiesen, bleiben kleinere Umbauten nicht aus. Zu den häufigsten Änderungen zählen:

  1. Das Entfernen von Hindernissen wie Türen, Türschwellen, Teppichen und auf dem Boden liegenden Gegenständen, um Stolperfallen zu vermeiden und die Rutschgefahr zu senken.
  2. Der Umbau von Treppen und Stufen durch den Einbau eines Lifts.
  3. Das Freiräumen von Fluren und Gängen, um das Durchkommen eines Rollstuhls zu sichern.
  4. Den Anschluss der Küche an den Essbereich, um die Handhabung beim Essen zu erleichtern.

Was ist in Badezimmer und Toilette zu beachten?

Zusätzlich können Umbauten im Badezimmer und der Toilette notwendig werden, wenn Sie eine inkontinente Person pflegen. Folgende Maßnahmen können der betroffenen Person den Zugang und eine einfache Handhabung erleichtern:

  1. Eine angemessene Höhe der Toilette, sodass sie ohne fremde Hilfe benutzt werden kann. Dafür kann die herkömmliche Toilettenschüssel durch eine speziell erhöhte ersetzt werden. Alternativ kommt eine Toilettenerhöhung infrage.
  2. Das Anbringen von Handgriffen, um das Hinsetzen und Aufstehen zu erleichtern.
  3. Wichtige Utensilien wie Toilettenpapier, Toilettenartikel sowie Handtücher sollten ohne körperliche Anstrengung erreichbar sein und in griffbereiter Nähe liegen.
  4. Es sollte ausreichend Platz für Gehhilfen oder einen Rollstuhl vorhanden sein.
  5. Die Verwendung von rutschfesten Matten oder Fliesen.

Eine barrierefreie Dusche und ein eingebauter Duschsitz erleichtern den Zugang zusätzlich. Bei Badewannen ist ein niedriger Einstig empfehlenswert. Zudem ist es möglich, einen Badewannenlift oder ein spezielles Transportsystem einzubauen. Damit der Patient jederzeit Hilfe herbeirufen kann, sollte zudem ein geeignetes Alarmsystem vorhanden sein.

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